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Global Marshall Plan
"Für eine gerechte Welt"

Die Idee für einen globalen Marshall Plan wurde zuerst 1990 von Al Gore in seinem Buch "Wege zum Gleichgewicht - Ein Marshall Plan für die Erde" entwickelt. Anfang der 90 er wurde u.a. von Franz Alt, Joschka Fischer, Jo Leinen, Eva Quistorp, Wolfgang Rauls, Lutz Wicke, Carlhanns Damm ein ökologischer Marshallplan initiert, welcher von hundertausenden Bürgern und zahlreichen Organisationen unterstützt wurde. Gefordert wurden damals schon eine öko-soziale Marktwirtschaft (1. Forderung), 100 Millarden DM pro Jahr für die Umwelt und Steuern auf das Flugbenzin.


Die fünf strategischen Eckpfeiler der Global Marshall Plan Initiative

 I
Rasche Verwirklichung der weltweit vereinbarten Millenniumsentwicklungsziele der Vereinten Nationen als Zwischenschritt zu einer gerechten Weltordnung und zu nachhaltiger Entwicklung.
 II
Aufbringung von durchschnittlich 100 Mrd. US$ pro Jahr zusätzlich im Zeitraum 2008-2015 für Entwicklungszusammenarbeit. Dies ist im Vergleich zum Niveau der Entwicklungsförderung und Kaufkraft 2004 zu sehen. Zusätzliche Mittel in mindestens dieser Höhe sind zur Verwirklichung der Millenniumsentwicklungsziele und damit unmittelbar zusammenhängender Weltgemeinwohlanliegen erforderlich und ausschließlich für diesen Zweck einzusetzen.
 III
Faire Mechanismen zur Aufbringung der benötigten Mittel. Die Global Marshall Plan Initiative unterstützt das angestrebte 0,7-Prozent-Finanzierungsniveau für Entwicklungszusammenarbeit auf Basis nationaler Budgets. Doch selbst bei optimistischer Annahme werden in den nächsten Jahren erhebliche Volumina im Verhältnis zu dem für die Erreichung der Millenniumsentwicklungsziele erforderlichen Mittelbedarf fehlen. Deshalb und aus ordnungspolitischen Gründen soll ein wesentlicher Teil der Mittel zur Verwirklichung der Millenniumsziele über Abgaben auf globale Transaktionen und den Verbrauch von Weltgemeingütern aufgebracht werden.
 IV 
Schrittweise Realisierung einer weltweiten ökosozialen Marktwirtschaft und Überwindung des globalen Marktfundamentalismus durch Etablierung eines besseren Ordnungsrahmens der Weltwirtschaft. Dies soll im Rahmen eines fairen Weltvertrages geschehen. Dazu gehören Reformen und eine Verknüpfung bestehender Regelwerke und Institutionen für Wirtschaft, Umwelt, Soziales und Kultur.
 V 
Voraussetzung zur Erreichung eines vernünftigen Ordnungsrahmens sind eine faire partnerschaftliche Zusammenarbeit auf allen Ebenen und ein adäquater Mittelfluss. Die Förderung von Good Governance, die Bekämpfung von Korruption und koordinierte und basisorientierte Formen von Mittelverwendung werden als entscheidend für eine selbstgesteuerte Entwicklung angesehen


Die Entwicklung des Global Marschall Plans

Einen der zahlreichen Vorträge Al Gores hörte 1994 der Unternehmer Frithjof Finkbeiner, Pähl. Fortan widmete dieser sein unternehmerisches Engagement dem Unternehmen Menschheit. Als ersten Schritt begann er Vorträge zum Weltbevölkerungswachstum zu halten bei Rotary Clubs. Parallel beschäftigte sich der Mathematiker und Ökonom Prof. Dr. Dr. Franz Josef Radermacher, Ulm sich seit Jahren mit der Gestaltung der Globalisierung. Auch er hielt bei Rotary Vorträge zum Thema Bevölkerungswachstum. So lernten sich die beiden Vorträge haltend in New York kennen, als sie sich beide bei der UNFPA für eine Kooperation mit Rotary einsetzten. Rotary International unterzeichnete 1999 mit der UNFPA eine Kooperationsvereinbarung. In 2001 gründeten beide mit 22 anderen Partnern die Stiftung Weltvertrag.Die politische Dimension deckte Dr. Josef Riegler, ehem. Vizekanzler Österreichs, ab. Er gründete in 1997 das Ökosoziale Forum Wien, das sich für eine weltweite Ökosoziale Marktwirtschaft einsetzt.

Ein Bild des Soziologen Ulrich Beck beschreibt die Vision der drei, die zur Gründung der gemeinsamen Initiative führte:
"Halbleichen treiben im Fluss. Flussabwärts versorgen viele Organisationen individuellem Humanismus folgend diese Menschen - nicht selten auch in leichter Konkurrenz zueinander. Dringend geboten erscheint jedoch ein gemeinsamer Expeditionstrupp, der zusätzlich zur humanitären Arbeit auch flussaufwärts zieht und erforscht, was denn an der Weltordnung so viele Schwerstverletzte hervorbringt."

Am 16. Mai 2003 kamen rund 20 Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Religion, Medien Wissenschaft und anderen Bereichen der Zivilgesellschaft zusammen in der Überzeugung, dass die Menschheit die Herausforderungen der Globalisierung nur meistern und die Welt aus der Schieflage wieder in Balance bringen kann, wenn sie lernt die Kräfte zu bündeln. Alle verband die Überzeugung, dass das Richtige richtig bleibt, auch wenn keiner das Richtige tut und das Falsche bleibt falsch, auch wenn alle es tun. Ihren Lösungsansatz, der auf fünf gemeinsamen Punkten fußt, nannten sie in Anlehnung an das Erfolgsmodell der Nachkriegszeit und an Al Gores Wortschöpfung aus den neunziger Jahren "Global Marshall Plan Initiative". Die Initiative ist eine überparteiliche, interkulturelle, interreligiöse, unabhängige und integrative Bürgerinitiative.

Der Stiftung Weltvertrag, die als dritten Punkt "Global Marshall Plan" auf die Tagesordnung des 16. Mai gebracht hatte, wurde die Koordinierungsaufgabe übertragen. Frithjof Finkbeiner und seine Frau Karolin gründeten im Oktober 2003 für die finanziellen Belange der Initiative die Global Marshall Plan Foundation. Aus ihrer oberbayerischen Garage versenden die beiden seit 2002 jährlich bis zu 150.000 Bücher der Initiative und verstärken die Aufklärung. Mit den Erlösen auch dem Buchversand, dem Honorar seiner Vorträge, sowie Spenden von Unterstützern finanziert und leitet Finkbeiner ein fünfköpfiges Team im Koordinationsbüro in Hamburg, mit dem zusammen er die Initiative koordiniert.

Schnell wuchs das Netzwerk auf Tausende von unterstützenden Menschen und Hunderte von tragenden Organisationen. Unterstützer sind Privatleute ebenso wie hoch angesehene internationale Persönlichkeiten, Politiker, Gemeinden, Bundesländer, Unternehmen, Wissenschaftler und weltweit operierenden Nichtregierungsorganisationen. 2004 ernannten die Träger Finkbeiner, Radermacher und Riegler zum ersten Steuerungskreis der Initiative. Eigeninitiativ schaffen die Unterstützer in ihrem jeweiligen Umfeld Bewusstsein, klären über die Zusammenhänge der Globalisierung auf und helfen beim Begreifen von Problemen und Lösungsansätzen. Ein wesentliches Element zur Multiplikation sind Vorträge - Franz Josef Radermacher alleine hält Jahr für Jahr 250.

Wenn jeder in einem Schneeballsystem pro Jahr bei nur einer weiteren Person Bewusstsein schafft und diese für eine Aufklärungskampagne gewinnt, teilen in 33 Jahren die gesamte Menschheit das gleiche Ideal, denn
  2 hoch 32 = Milliarden