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Auch in Bad Neustadt gibt es seit 1992 die als gemeinnützig anerkannte Aktion "Eine Welt e.V.". Der Eine-Welt-Laden ging aus einem kleinen Verkaufsstand im Gemeindezentrum Mariä Himmelfahrt hervor. Katholische und evangelische Kirche unterstützen das ehrenamtliche Engagement des Mitarbeiterteams, das nach einer Zwischenniederlassung am Oberen Markt und in der Kellereigasse seit Februar 2005 in der Hohnstraße 34 eine Heimat gefunden hat. Das Ladenteam umfasst z.Zt. ca. 35 bis 40 Personen und verfügt über zwei Sprecher und einen Sprecherrat. Die monatlichen Versammlungen finden regelmäßig im Verkaufsgeschäft in der Hohnstraße statt.
Das Eine-Welt-Team verkauft fair gehandelte Waren und informiert im Laden selbst sowie durch Aktionen und Kampagnen über Herstellungsbedingungen in den jeweiligen Herkunftsländern. Landkreisweit werden Kommissionsverkäufe für kirchliche oder sozial engagierte Gruppen durchgeführt. Verkaufsschlager ist der seit 1996 eingeführte Bad Neustädter Partnerkaffee, der ab 2000 die offizielle Zusatzbezeich-nung "Agenda-Kaffee" trägt. Eine Gruppe des Ladenteams schloss sich im Herbst 1999 als Arbeitskreis "Eine Welt" offiziell der Kommunalen Agenda 21 an: Karl-Heinz Buchta, Norbert Dietzel (Arbeitskreisleiter), Siglinde Lind, Clara Maiwald und Klaus Schreck sind die Ansprechpartner. | ![]() |
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Etwas näher eingegangen werden soll auf den Bad Neustadter Partnerkaffee, der seit Dezember 1996 im Eine-Welt-Laden erhältlich ist und dem Projekt des Aschaffenburger Pfarrers Otter angehört. Dieser Schritt wurde mit dem Slogan "Bad Neustadt wagt mehr Gerechtigkeit" sehr begrüßt. Beim
Partnerkaffee handelt es sich um einen fair gehandelten Kaffee aus Kolumbien mit Transfairsiegel. Durch dieses Siegel wird ein Mindestpreis für die Produzenten garantiert, der deutlich über dem Weltmarktpreis liegt. Der Kaffee wird direkt bei den Genossenschaften der Kleinbauern gekauft, der lokale Zwischenhandel wird ausgeschaltet. Die Genossenschaften erhalten langfristige Abnahmegarantien. Darüber hinaus enthält der Preis des Partnerkaffees einen Solidarbeitrag von 2,50 DM pro kg für das Projekt 'Weg der Hoffnung'. Kinder und Jugendliche ohne Perspektiven bekommen u.a. durch diesen Solidarbeitrag die Möglichkeit, in Tagesstätten und Bildungseinrichtungen eine Ausbildung zu erhalten.
Der Partnerkaffee ist ein hochwertiger, sortenreiner Arabica Hochlandkaffee, der durch die schonende Langzeitröstung besonders magenfreundlich ist. Der Vertrieb erfolgt über den "TransFair"-lizensierten Importeur Kaffee Braun aus Aschaffenburg. Der faire Handel ermöglicht den Kleinbauern von Rio Sucio eine echte Entwicklungs-chance mit Zukunftsperspektive und bietet den Menschen von Bad Neustadt und Umgebung die Möglichkeit neben dem Genuss eines Hochlandkaffees von höchster Qualität auch einen kleinen Schritt in Richtung "mehr Gerechtigkeit in der Welt" zu wagen. |
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Die Hauptanliegen des Eine-Welt-Ladens sind nach wie vor: Die Mitarbeiter setzen sich dadurch nicht nur für möglichst gerechte Handelsbeziehungen mit den Herstellern ein, sondern spenden auch die Gewinne, die der Laden erzielt, für Projekte in der sogenannten 3. Welt. Unterstützt werden z.B. die Stiftung "Weg der Hoffnung" von Pfarrer Otter, das Straßenkinderprojekt von Frank Weber und verschiedene Projekte von Misereor und Brot für die Welt. Mit diesen Aktivitäten wird also "Hilfe zur Selbsthilfe" sowohl bei den Produzenten als auch bei den Ärmsten der Armen in der 3. Welt geleistet. |