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100 % fairer Handel

2 Milliarden Menschen in Asien, Afrika und Lateinamerika müssen, obwohl sie hart arbeiten, von weniger als 2 Dollar am Tag überleben.
Sie sind anfällig für Ausbeutung, sei es als BäuerIn oder als HandwerkerIn in kleinen Familienbetrieben oder als abhängig Beschäftige in größeren Unternehmen. Die konventionellen Marktkräfte drängen sie tendenziell immer weiter an den Rand.

Der Faire Handel ist eine Reaktion darauf. Seine Vision ist eine Welt, in der Gerechtigkeit und nachhaltige Entwicklung im Zentrum der Handelsstrukturen und - praktiken stehen, so dass jeder durch seine Arbeit einen menschenwürdigen Lebensstandard erreicht und sein Entwicklungspotenzial voll entfalten kann.

Fairer Handel verbessert die Lebens - und Arbeitsbedingungen der Menschen im Süden. Um diese Entwicklung zu ermöglichen, bedarf es - je nach Ausgangslage der ProduzentInnen - unterschiedliche Strategien.

Der faire Handel beruht auf Dialog, Respekt und Transparenz und strebt nach mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel. Er leistet durch bessere Handelsbedingungen und die Sicherung sozialer Rechte der ArbeiterInnen einen großen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung in der dritten Welt. Die in jahrzentelangen praktischen Erfahrungen gewonnenen Erkenntnisse führen dazu, dass sich heute der faire Handel an bestimmten Grundsätzen orientiert:



Der faire Handel
... schafft Marktzugang für benachteiligte ProduzentInnen
... unterhält langfristige, transparente und partnerschaftliche
    Handelsbeziehungen und schließt unfairen Handel aus
... zahlt den ProduzentInnen faire Preise, die ihre Produktions- und
     Lebenshaltungskosten decken und leistet auf Wunsch
    Vorfinanzierung
... stärkt die Position und sichert die Rechte von ArbeiterInnen
    und KleinbäuerInnen, sowie ihrer Organisationen im Süden
... trägt zur Qualifizierung von ProduzentInnen und Handelspartnern
     im Süden bei
... gewährleistet bei der Produktion die Einhaltung
     der acht ILO-Kernarbeitsnormen
... sichert die Rechte von kindern und fördert die Gleichberechtigung
     von Frauen
... fördert den Schutz der Umwelt, z.B. in der Umstellung auf
     biologische, nachhaltige Landwirtschaft
... leistet Bildungs- und politische Kampagnenarbeit, um die Regeln
     des Welthandels gerechter zu gestalten
...stellt durch Überprüfungsmechanismen sicher, dass diese
    Kriterien eingehalten werden
Der Eine Welt Laden Bad Neustadt ist seit 1992 Mitglied im fairen Handel und beteiligt sich an Projekten, die den Regeln des fairen Handels unterliegen und die Entwicklung der dritten Welt nachhaltig fördern:

  'Camino de la Esperanza'
  'Schule für Achacachi'
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